21Mai
Wieso sollte ich automatisiert traden?
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Wieso sollte ich automatisiert traden?

Finanzmärkte haben sich in den letzten Jahren verändert. Sie sind volatiler geworden, mit mehr Markteilnehmern und mehr Bewegung. Der Investor der 70er Jahre kannte den Minuten- oder gar den Tick-Chart noch nicht, heute sind sie keine Seltenheit mehr. Vergleicht man den Trader mit einem Surfer, so benötigt er Wellen. Doch wenn diese zu groß und unberechenbar werden, wird es gefährlich. Auch ein Wertpapierhändler muss sich selbst disziplinieren, wann er „auf Wasser geht“ und wann er welchen Trick anwendet. Das kann anstrengend sein und viele Menschen geben auf dem langen Weg auf. Dabei gibt es Alternativen zu diesem traditionell diskretionären Handel: Immer mehr Händler arbeiten mit sogenannten automatischen Handelssystemen, die ohne menschliches Eingreifen mittels einer Software an der Börse agieren. Was auf den ersten Blick Misstrauen erweckt, kann auf den zweiten bereits einen großen Mehrwert für den heutigen Anleger generieren. Der folgende Artikel erläutert daher die Vorzüge automatischer Handelssysteme.

 

automatisiert traden

Trading rund um die Uhr

Handel rund um die Uhr

Ein Trader hat gegenüber einem Langzeitinvestor einen nicht unwesentlichen Nachteil: Er kann kein passives Einkommen generieren, das bedeutet, wenn er nicht handelt, verdient er kein Geld. Sein Business ist also nicht „unendlich“ skalierbar, schließlich müssen Berufstätige noch arbeiten und auch schlafen. Die Positionen des Investors dagegen bleiben bestehen, er muss sich kaum um sein Depot kümmern und im Falle richtiger Anlageentscheidungen ein passives Einkommen. Könnten sich die Vorteile der hohen Renditechancen beim Trading und dem passiven Einkommen nicht kombinieren lassen? Das ist möglich- mithilfe von halbautomatischen Handelssystems. Ist dieses programmiert, so sondiert es alle Märkte gleichzeitig nach den verschiedenen Set-Ups, unabhängig davon, ob Sie gerade arbeiten, schlafen oder im Urlaub sind. Automatische Handelssysteme erfordern nämlich einen einmaligen Aufwand, der im Falle der nachweisbaren Profitabilität eine „automatische Rendite“ erwirtschaftet.

 

Kein derartig umfangreicher Wissensaufbau

Wer das Trading lernen möchte, dem steht ein lange Weg bevor, in dem er des Öfteren eine „Steh-auf-Männchen“-Mentalität an den Tag legen muss, um anfänglichen Verlusten oder Rückschlägen zu trotzen. Eine große Menge an Wissen und Verständnis gegenüber finanzwirtschaftlichen Zusammenhängen ist nötig. Freilich, um eine Strategie für ein halbautomatisches Handelssystem entwickeln zu können, benötigen Sie auch ein gewisses Börsen-Knowhow. Ein erfahrener und langjähriger Händler müssen sie aber nicht werden, um auf diese Weise Erfolg haben zu können. Diese Softwares verkürzen also Ihre Lerndauer.

 

Strategie wird strikt eingehalten

Trader haben ein Problem: ihre Emotionen. Sie zu kontrollieren, erfordert ein großes Maß an Selbstreflexion, um stets herausfinden zu können, aus welchen Gründen eine Position aufgebaut wird. Anstatt der Strategie kompromisslos zu folgen, können auch Gefühle wie Gier oder Aktivismus für die Eröffnung und beispielsweise Angst für ein vorzeitiges Schließen des Trades führen. Ein Trader muss daher nicht nur den Markt kennen, sondern auch sich selbst, um das Chartbild nicht verfälscht zu sehen oder vermehrt falsch einzuschätzen. Wer sich dieser Herausforderung nicht stellen möchte, kann auf automatische Handelssysteme zurückgreifen. Ist eine Strategie einschließlich klarer Regeln einmal definiert, so handelt das Programm diese strikt und ohne Ausnahme hindurch- Faktoren wie Emotionen, die die Rendite schmälern können, werden somit ausgeschlossen.

 

Automatisches Handelssystem macht keine Fehler

Es ist hier nicht die Rede vom „fachlich sauberen Minustrade“. Der Börsenhandel ohne zwischenzeitige Verluste ist unrealistisch und kommt nicht der Natur der Märkte gleich. Nicht nur der diskretionäre Händler hat mir Verlusten zu rechnen- selbstverständlich kann auch kein automatisches Handelssystem eine hundertprozentige Trefferquote erreichen. Das aber ist nicht das Ziel. Im Gegenteil: Es gilt, Fehler resultierend aus mangelnder Konzentration, Hektik oder den bereits angesprochenen Emotionen zu verhindern. Ein automatisches Handelssystem macht also niemals Fehler beim Ausführen einer Strategie, weshalb das Ergebnis und die Herangehensweise vollständig regulierbar werden und mögliche Verluste bereits im Voraus kalkuliert werden können.

Backtest

Backtest Performance

Backtest Performance

Selbstverständlich können auch diskretionäre Handelsstrategien mittels historischer Daten geprüft und ihr Profitabilität ermittelt werden. Allerdings wird bei diesen Rechnungen stets der Faktor „Mensch“ außer Acht gelassen sowie die Tatsache, dass dieser nicht zu jeder Zeit und auch nicht sämtliche Märkte gleichzeitig handeln kann. Der Backtest hat hier also keine derartig große Aussagekraft. Anders verhält sich das mit systematischen Handelssystemen: Hier wird die Strategie in Zukunft genauso ausgeführt, wie in der Vergangenheit auch. Ein Backtest lässt hier also wesentlich konkretere Schlüsse zu.

 

Blitzschnelle Reaktion bei Marktereignissen

Dieser Faktor spielt beim Positionstraining keine überaus große Rolle. Doch bereits im Swing- und insbesondere beim Intradaytrading, geschweige denn dem Scalping, können hier bereits Schwierigkeiten auftreten. In volatilen Marktphasen, in denen viel Bewegung entsteht oder gar ein wichtiges Ereignis aus der Wirtschaft ansteht, das großen Einfluss auf die Märkte haben wird, benötigt ein Händler stets einige Zeit, die Marktsituation adäquat analysieren zu können, um keine voreilige Entscheidung zu treffen, die rational kaum begründbar ist. Dabei sind die Bewegungen bei großer Volatilität und mit dem sogenannten Momentum oftmals die renditestärksten. Kurz um: Der diskretionäre Händler riskiert, die besten Trades zu verpassen. Automatische Handelssysteme dagegen bedürfen keiner ausgiebigen Analyse. Sie sondieren die Märkte nur nach möglichen Signalen- so werden die Regeln in allen Marktphasen präzise umgesetzt.

Zusammenfassung

Automatische Handelssysteme stellen eine gute Alternativen zu diskretionären Handelsstilen dar. Sie vereinen viele Vorteile auf sich, die es möglich machen, von jedem, der sich mit Trading auseinandersetzt, genug zu wissen. Dabei ist es nicht nötig, über jahrelange Erfahrung zu verfügen, da tradingspezifisches Verständnis lediglich bei der Erarbeitung einer umsetzbaren Strategie vorhanden sein muss. Hier haben derartige Softwares einen weiteren Vorteil: Der Gewinn ist skalierbar- bei gleichbleibendem und vor allem einmaligen Zeitaufwand, da rund um die Uhr gehandelt werden kann. Der „normale“ Trader dagegen hat nur eine begrenzte Zeit am Tag und auch nur eine begrenze Aufnahmefähigkeit, weshalb die Anzahl gleichzeitig zu handelnder Instrumente immer limitiert bleiben wird.

Selbstverständlich ist hin und wieder eine Überprüfung der Profitabilität des Handelssystem nötig, schließlich ändern sich Märkte von Zeit zu Zeit, sodass die aktuell angewendeten Systeme irgendwann vielleicht weniger gut funktionieren. Doch dieser zeitliche Aufwand verglichen mit dem des diskretionär handelnden Traders hält sich in Grenzen, weshalb die Systeme insbesondere für Vielbeschäftigte eine gute Möglichkeit darstellt, ein passives Einkommen zu generieren. Dabei können sämtliche Finanzprodukte von Aktien über Futures die Grundlage sein.

Ein weiterer großer Vorteil von automatischen Handelssystemen ist die Ausschaltung des Faktors „Mensch“. Das bedeutet, Emotionen, wie Angst, Gier oder Nervosität, können der Rendite nichts anhaben, ebenso wenig wie die erforderliche Reaktionszeit des Menschen, eine neue Marktsituation zu erfassen, in der vielleicht ein Einstiegssignal verpasst und stadtessen ein falsches gehandelt wird.

 

Das gefällt mir! Ich will auch automatisiert traden!

Das freut uns! Algo-Camp hat sich auf die Programmierung von vollautomatischen Handelssystemen, Indikatoren, und Backtest-Systemen spezialisiert. Unser Team hat seit über 9 Jahren Erfahrungen in dem Bereich.

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28Jan
Unterschiede zwischen Algorithmic Trading und High Frequency Trading
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Allgemeine Informationen über Algorithmic Trading

Algorithmic Trading, zu Deutsch automatisierter Handel, bedeutet den Handel an der Börse durch Computerprogramme. Hierbei entscheidet ein Algorithmus über die Parameter eines Kaufes oder Verkaufes eines bestimmten Wertpapieres.
Die Algorithmen richten sich nach vorher festgelegten Parametern, die ein Wertpapier erfüllen muss. Auch die Order Size, also das Volumen der Order, wird durch das Programm oftmals automatisch bestimmt.
Die Rechner sind dabei permanent an das Netzwerk der Börse angeschlossen und senden Aufträge automatisch an die Börse weiter. Vorteile hiervon sind der Ausschluss menschlicher Emotionen aus dem Handel, die regelmäßig für Fehlentscheidungen sorgen können.
Opportunitätskosten werden minimiert und aktuell vorliegende Marktdaten können optimal ausgenutzt werden. Anhand historischer Marktdaten können Strategien im Vorfeld getestet und auf das aktuelle Marktgeschehen präzise übertragen werden. Insbesondere institutionelle Anleger nutzen diese Art des Handels für Geschäfte mit großen Volumen.
Mittlerweile macht automatisierter Handel einen großen Teil des weltweiten Wertpapierhandels aus, die Tendenz steigt fortwährend. Der Vorteil ist, dass diese Art von Geschäften auch von Fonds und Banken umgesetzt werden können, die damit unterschiedlichste Strategien verfolgen. Einfache Trendfolgemodelle sind ebenso möglich wie riskantere Spekulationen.

Was bedeutet High Frequency Trading?

Unter High Frequency Trading (abgekürzt HFT) versteht man den überwiegend von Rechnern durchgeführten Handel mit Wertpapieren an der Börse. Zwar wirken Menschen noch vereinzelt auf die Geschäfte und Strategien ein, aber die grundlegenden Handelsoptionen werden von Computern erkannt und die entsprechenden Orders werden auch von diesen ausgeführt.
HFT wird rechtlich definiert als der Handel, der mittels eines hochfrequenten Algorithmus, das darauf abzielt, elektronische Latenzzeiten zu minimieren und das funktioniert, ohne dass der Mensch aktiv auf jedes einzelne Geschäft einwirken muss.
Bei den Computern handelt es sich um Hochleistungsrechner, die von institutionellen Anlegern verwendet werden, um große Orders im Sekundenbereich bis in den Tausendstelsekundenbereich abzusetzen. Hochfrequenzhandel erfordert ferner eine extrem schnelle Datenübertragung, die nur über hochwertige Glasfaserkabel erreicht werden kann. Hierbei spielt wortwörtlich jede Tausendstelsekunde eine wichtige Rolle. Deshalb wird auch bereits bei der Auswahl der Server-Location Wert darauf gelegt, dass die Entfernung zur Börse möglichst gering ist. Jeder Kilometer, den eine Information über das Kabel zurücklegen muss, kann zu viel Zeit und damit zu viel Geld kosten.
Heute macht der Hochfrequenzhandel zwischen 40 und 70 Prozent der globalen Geschäfte am Aktien- und Devisenmarkt aus. Das bedeutet, dass die Entscheidungen und Geschäfte von Privatanlegern zunehmend unbedeutender für die Entwicklung der Kurse werden.
Hiervon profitieren die globalen Institutionen, deren Kapitalisierung ausreicht, um den Kurs mit einer Kauf- oder Verkaufsorder in eine bestimmte Richtung zu lenken. Aufgrund des Zeitvorsprungs werden Gewinne bereits realisiert, bevor ein Privatanleger auch nur die Chance hat, einen Trade abzuschließen.

HFT hat jedoch auch Vorteile für den Gesamtmarkt. Die Anzahl der Trades ist enorm hoch. Hierdurch wird die Liquidität am Markt deutlich erhöht, was dafür sorgt, dass Anleger bessere Chancen haben, Papiere zu kaufen und zu verkaufen. Risiken ergeben sich jedoch aus einer erhöhten Volatilität und diverse Möglichkeiten einer Marktmanipulation.

Worin liegen die Hauptunterschiede der beiden Handelsarten?

Einige Trader und Autoren setzen automatischen Handel oftmals gänzlich mit Hochfrequenzhandel gleich. Es gibt jedoch auch andere Auffassungen. Die Art des Handels der beiden Modelle ist prinzipiell gleich: Hochleistungscomputer übernehmen die Geschäfte und treffen aufgrund vorher definierter Parameter eigenständig Entscheidungen am Markt. Von professionellen Anlegern und Großbanken werden sie bereits heute fast ausschließlich genutzt und ersetzen zunehmend menschliche Entscheidungen, die oft fehlerbehaftet sind. Hinsichtlich der Haltedauer und Anzahl der Trades kann man jedoch eine Unterscheidung treffen. High Frequency Trading ist immer auch Algorithmic Trading, aber nicht zwangsläufig umgekehrt. HFT definiert sich als ultraschnelles Handeln unter der menschlichen Reaktionszeit mit einer enormen Anzahl an Trades über Hochleistungsrechner, wogegen automatischer Handel lediglich das automatisierte Ausführen von Orders über spezialisierte Programme darstellt.

Das eigene Handelssystem

Ein eigenes Handelssystem zu besitzen ist eine schöne Sache! Es handelt völlig emotionslos und rund um die Uhr. Auch wenn sie arbeiten, schlafen oder das Leben genießen. Erfüllen Sie sich Ihren Traum vom eigenen Handelssystem und kontaktieren Sie das Team von Algo-Camp. Wir räumen auch gerne die letzten Vorurteile aus der Welt![:]

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25Jan
Mythos automatische Handelssysteme: Was stimmt und was nicht?
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Automatische Handelssysteme. Man steht morgens auf, startet den Rechner, aktiviert das automatische Handelssystem und das wars! Wieder ab ins Bett und das Geld wird automatisch verdient. Ganz ohne manuelle Aktionen und ohne Kontrolle. So oder so ähnlich ist oft das Ansehen von automatischen Handelssystemen. Die Wahrheit sieht oft jedoch etwas anders aus!

Die größten falschen Annahmen bei automatischen Handelssystemen

Sie verdienen garantiert Geld! Egal wann, womit und in welcher Markphase

Bekanntlich ist im Leben nichts garantiert bis auf eine Sache. Automatische Handelssysteme verdienen nicht immer garantiert Geld. Sie basieren auf Handelsstrategien und jede Handelsstrategie erzielt auch einzelne Verluste und durchläuft Drawdown-Phasen. Verluste gehören zum Business!
Es existieren gewisse Strategien wie z.B. das Arbitrage-Trading, die theoretisch immer nur Gewinne erwirtschaften.

A verkauft 1 Aktie-XYZ für 100 € und im gleichen Moment möchte Käufer B die Aktie-XYZ für 115 € kaufen. Der Käufer kennt jedoch nicht das Angebot von A.

Bei solchen Arbitrage-Strategien gibt es dafür aber andere Risiken: Der Broker oder der Händler auf der anderen Seite könnte den Trade stornieren oder die Aktien werden nicht geliefert.

 

Automatische Handelssystemen sind illegal

Vollautomatische Handelssysteme sind nicht illegal! Viele behaupten das weil sie darin Hexenwerk sehen. Die Annahme ist aber völlig falsch. Ein automatisches Handelssystem macht nichts anderes als das, was der Mensch möchte. Nicht nur an der Börse gibt es automatische Systeme. Z.B. der Bestellprozess von Amazon ist durchgehend automatisiert: Bestellbestätigung, Geldeinzug, Erstellung der Rechnung, Druck des Versandlabels usw.

 

Automatische Handelssystemen funktionieren ein Leben lang

Prinzipiell sollte man die Frage mit „nein“ beantworten. Der Lebenszyklus richtet sich ganz nach der Strategie des Handelssystems. Der Markt kennt verschiedene Phasen und Zyklen. Somit hat jede Strategie eine Marktphase in der sie besonders gut handelt. In den anderen Marktphasen handelt sie bestenfalls Break Even und im schlimmsten Fall erzielt sie große Verluste. Ein weiterer Punkt ist die Robustheit der Strategie: Je robuster sie ist, desto unwahrscheinlicher wird sie über Nacht extrem unprofitabel.
Damit ein automatisches Handelssystem möglichst lange Geld verdient, sollte es regelmäßig gepflegt werden: Parameter anpassen und den Markt sowie das System beobachten.

 

Alles nur Lügen der Broker! Es gibt keine profitablen Handelssysteme!

Diese Aussage kann ich mit einem klaren NEIN beantworten! (Voll)Automatische Handelssysteme können Geld verdienen wenn A) die Strategie gut ist und B) das Handelssystem sauber programmiert wurde. Selbstverständlich liegt es im Interesse des Brokers, dass ihr ein Handelssystem betreibt das viel handelt. Denn mit jedem Trade verdient der Broker etwas. Sicher existieren auch Broker die annehmen, dass die Mehrheit es nicht schafft ein Handelssystem zu programmieren das wirklich Geld verdient.

Das Team von Algo-Camp ist seit über 8 Jahren aktiv in der Programmierung von Handelssystemen und lebt auch davon. In dieser Zeit haben wir viele profitable Handelssysteme entwickelt und auch sehr viele Erfahrungen gesammelt. Dadurch können wir bestätigen, dass Handelssysteme, egal ob halb- oder vollautomatisch, Geld verdienen können!

Das eigene Handelssystem

Ein eigenes Handelssystem zu besitzen ist eine schöne Sache! Es handelt völlig emotionslos und rund um die Uhr. Auch wenn sie arbeiten, schlafen oder das Leben genießen. Erfüllen Sie sich Ihren Traum vom eigenen Handelssystem und kontaktieren Sie das Team von Algo-Camp. Wir räumen auch gerne die letzten Vorurteile aus der Welt!

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20Jan
Was sind automatische Handelssysteme?
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Die Basis aller automatischen Handelssysteme sind Algorithmen. Darunter versteht man einen Satz an zuvor klar definierten Instruktionen, die beschreiben, wie eine Aufgabe oder ein Prozess bearbeitet oder gelöst werden soll. Im Wertpapierbereich beruhen diese Algorithmen vor allem auf zeitlichen, preislichen oder mengenmäßigen Dimensionen und unterliegen oft, wenn auch nicht immer, mathematischen Modellen.

Automatische Handelssysteme – also algorithmische Computerprogramme – platzieren dann selbstständig die Handelsaufträge oder informieren ihren Trader über Handelspotentiale, die den zuvor verfassten Richtlinien genügen. Das besondere an diesen besteht darin, dass sie ihre Transaktionen mit einer solche Geschwindigkeit und Häufigkeit platzieren können, wie sie für einen Trader unmöglich wären. Der Handel wird systematisch und rational abgeschlossen und ist von menschlichen Emotionen unabhängig, die unter Umständen zu falschen Entscheidungen führen können.

In den letzten Jahren hat der Einsatz der automatischen Handelssysteme im Finanzbereich stark zugenommen und die Vorteile sollen für Sie anhand eines Beispiels bildhaft gemacht werden. Angenommen ein Trader verfolgt eine einfache Trendstrategie für seine Wertpapierkäufe, die da lautet:

  • Kaufe 100 Anteile eines Wertpapiers, wenn der 30 tägige gleitende Kursdurchschnitt über dem 200 tägigen gleitenden Kursdurchschnitt liegt
  • Verkaufe 100 Anteile eines Wertpapiers, wenn der 30 tägige gleitende Kursdurchschnitt unter dem 200 tägigen gleitenden Kursdurchschnitt liegt

In diesem Fall muss der Trader keine aktuellen Preisentwicklungen mehr studieren und die Kursdurchschnitte manuell berechnen. Sein automatisches Handelssystem entdeckt Marktchancen bevor der Trader diese selbst entdecken würde und erzielt damit die besten Preise. Die Automatisierung verhindert zudem das Fehlerrisiko, die dem Trader bei der Auftragserteilung unterlaufen könnten. Die Algorithmen können des Weiteren so konzipiert werden, dass sie dieselbe Aktie auf verschiedene Märkte beobachten und aus möglichen Preisunterschieden Gewinne ausschöpfen. Die Amsterdamer Börse öffnet einer Stunde vor der Londoner Börse und handelt in einer anderen Währung. Automatische Handelssysteme können also auch darauf ausgerichtet sein, dass sie Wechselkurse in ihren Berechnungen berücksichtigen und aus diesen Zeitunterschieden Potentiale aggregieren.

 

Das eigene automatische Handelssystem

Bevor Sie Ihrem automatischen Handelssystem Order stellen können, benötigen Sie zunächst eine Investitionsstrategie. Im Beispiel oben wurde das Prinzip einer Trendstrategie vorgestellt – ihre Käufe und Verkäufe orientieren sich an längeren Trends und vergleichen den Durchschnittswert einer bestimmten Zeitspannte mit dem aktuellen Wert. Die Arbitragestrategie nutzt die Preisunterschiede verschiedener Börsen zu ihren Gunsten aus. Es gibt sehr viele Anlagestrategien, über die Sie sich im Vorfeld informieren müssen und aus denen die richtige für Sie auszuwählen ist. Ihre Entscheidungen sollten am besten wissenschaftlicher Literatur zugrunde liegen. Sie werden im Internet sehr viele gut gemeinte Ratschläge mit hohen Gewinnpotentialen beworben finden. Seien Sie sich im Klaren, dass die Personen, die wirklich gute Strategien entwickelt haben, diese nicht der Öffentlichkeit Preis geben. Suchen Sie sich also eine Strategie, von der Sie selbst überzeugt sind und kaufen Sie keine nepalesischen Aktien, wenn diese groß beworben werden. Es ist dann wahrscheinlich, dass sie jemand am anderen Ende der Welt loswerden möchte.

Beginnen Sie mit einer einfachen Strategie, die leicht umsetzbar ist und die Sie selbst verstehen und nachvollziehen können. Wenn Sie mehr Erfahrung gesammelt haben, können Sie Ihre Strategien auch weiter verfeinern.

Im zweiten Schritt können Sie diese Strategie selbst programmieren, wenn Sie über die nötigen Kenntnisse verfügen, einem Programmierer diese Aufgabe übertragen oder eine der schon vorhandenen algorithmischen Programme nutzen, die es im Internet – unter Umständen sogar umsonst – gibt. Hier definieren Sie die Strategie im Detail.

Sie benötigen dann selbstverständlich einen Internetzugang und einen Account bei einer Handelsplattform, über die Sie Ihre Order platzieren können. Viele dieser Plattformen bieten ihren Mitgliedern einen Zugang zu Demoversionen. Hier können Sie Ihren Algorithmus ausprobieren, sich mit der Handhabung vertraut machen und Ihre Strategie beobachten.

Überlegen Sie sich im Hinblick auf die Handelsplattformen auch, mit welchen Wertpapieren Sie handeln möchten und suchen Sie nach einer, die Ihnen dieses bietet. Der Dienst sollte zuverlässig sein, Daten sehr schnell übertragen können und geringe Ausfallquoten haben.

Desweiteren benötigen Sie auch den Zugang zu Marktdaten, die in Ihr System gespeist werden und die Informationen für Sie verarbeiten. Algorithmen sind heute in der Lage Finanznachrichten von Bloomberg, Reuters und internationalen Börsen einzulesen und zu interpretieren.

Bevor Sie damit dann an den Markt gehen können, müssen sie einen Backtest für Ihr System durchführen. Hierbei überprüfen Sie, ob das Programm und die dazugehörige Infrastruktur genau das tun, was Sie zuvor für sie vorgesehen haben.

Wenn Sie einen Zugang zu historischen Wertpapierdaten haben, sollten Sie des Weiteren auch einen Backtest für Ihre Strategie vollführen. Schauen Sie, welchen Gewinn Ihre Strategie auf Basis alter Daten in der Vergangenheit erzielt hätte, wenn Sie schon zu diesem Zeitpunkt online gewesen wäre. Dieser Backtest kann Ihnen im Vorhinein mögliche Schwächen Ihres selbst geschaffenen Algorithmus aufzeigen und Sie so vor unnötigen Verlusten schützen.

Sie sollten Ihre Strategie auch während der aktiven Zeit im Blick haben, sie neu überprüfen und den Umständen entsprechend Änderungen vornehmen, wenn Ihre Strategie nicht mehr den Gegebenheiten auf dem Markt entspricht. Wenn alle Marktteilnehmer einer einzelnen Strategie folgen würden, wäre es schwierig Gewinne zu machen. Versuchen Sie immer eine Nischenstrategie zu finden, die von den meisten noch unentdeckt ist.

Wir übernehmen die Programmierung für Sie

Programmieren lernen Sie nicht innerhalb von 2 – 3 Tagen. Hierfür müssten Sie viel Zeit, Interesse und Geld investieren. Die Erfahrung, die die Qualität der Handelssysteme ausmacht, kommt auch erst nach einigen Jahren.

Machen Sie es sich einfacher! Das Team von Algo-Camp übernimmt die komplette Programmierung und überreicht Ihnen ein Handelssystem wie Sie es sich wünschen. Kontaktieren Sie uns einfach. Wir freuen uns schon auf Sie!

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